Games und Geld: Spaß ohne Abzocke
Skins, Lootboxen, „kostenlose“ V-Bucks und Robux: Wo Spiele dein Geld wollen und wie du nicht reinfällst.
Fortnite, Roblox, Brawl Stars, FC: Viele der beliebtesten Spiele kosten nichts. Trotzdem verdienen die Firmen damit riesige Summen. Wie geht das? Mit kleinen Käufen im Spiel – und mit Tricks, die dich dazu bringen sollen.
Wie „kostenlose“ Spiele Geld verdienen
- Spielwährung: Du kaufst V-Bucks, Robux oder Gems und bezahlst damit im Spiel. Dadurch merkst du schlechter, wie viel echtes Geld du ausgibst.
- Skins und Extras: Outfits, Tänze, Waffen-Designs. Sie bringen keinen Vorteil, sehen aber cool aus, und alle anderen haben sie auch.
- Battle Pass: Du zahlst einmal und kannst dann Belohnungen freispielen, aber nur, wenn du oft genug spielst. Das soll dich jeden Tag zurückholen.
- Angebote mit Countdown: „Nur noch 2 Stunden!“ Zeitdruck sorgt dafür, dass man weniger nachdenkt.
Das ist alles nicht verboten. Aber es ist gut, die Tricks zu kennen.
Lootboxen: ein bisschen wie Glücksspiel
Bei Lootboxen (auch Packs, Kisten oder Truhen) zahlst du, weißt aber vorher nicht, was drin ist. Meistens etwas Gewöhnliches, ganz selten etwas Besonderes. Genau das macht sie so spannend – und so teuer. Es funktioniert ähnlich wie ein Spielautomat.
Ein Tipp: Leg vorher fest, wie viel du im Monat höchstens ausgeben willst. Und wenn das Geld weg ist, ist es weg.
Achtung, Betrug: „Gratis V-Bucks!“
Es gibt keine kostenlosen V-Bucks, Robux oder Skins von fremden Webseiten, Videos oder Leuten im Chat. Wer das verspricht, will fast immer:
- dein Konto stehlen, indem du deine Zugangsdaten auf einer gefälschten Seite eingibst,
- dein Handy mit Schadsoftware infizieren, die du herunterladen sollst,
- oder dich dazu bringen, Abos oder Umfragen abzuschließen, die echtes Geld kosten.
Auch beim Tauschen von Items oder Konten wird viel betrogen: Du gibst etwas her und bekommst nichts zurück.
Merke: Gib deine Zugangsdaten nur im offiziellen Spiel oder in der offiziellen App ein. Und teile deinen Account mit niemandem.
Altersfreigaben: mehr als nur eine Zahl
Auf Spielen steht eine USK-Kennzeichnung, zum Beispiel „ab 12“ oder „ab 16“. Seit einiger Zeit stehen dort auch Hinweise wie „In-Game-Käufe“ oder „Chats“. Die Zahl sagt nicht, wie schwer ein Spiel ist, sondern ob es für dein Alter geeignet ist, etwa wegen Gewalt oder weil Fremde dich anschreiben können.
Für Eltern: drei einfache Einstellungen
- Drittanbietersperre beim Handyvertrag einrichten lassen, damit nicht über die Handyrechnung bezahlt werden kann. Das geht meist kostenlos beim Mobilfunkanbieter.
- Guthabenkarten statt hinterlegter Kreditkarte. Dann kann nicht mehr ausgegeben werden, als drauf ist.
- Kaufbestätigung durch Eltern einschalten, bei Apple über die Familienfreigabe, bei Android über Google Family Link, bei Konsolen in den Jugendschutz-Einstellungen.
Kurz gemerkt
- Kostenlose Spiele verdienen an kleinen Käufen und Zeitdruck.
- Lootboxen sind wie ein Glücksspiel: Limit festlegen.
- „Gratis Spielgeld“ ist immer Betrug.
- Zugangsdaten nur im offiziellen Spiel eingeben, Account nie teilen.
- Eltern: Drittanbietersperre und Guthabenkarten.
Kurz zu deinen Daten: Alles, was du in eine App, einen Chat oder ein KI-Programm eingibst, kann gespeichert und weitergegeben werden. Gib dort keinen echten Namen, keine Adresse, keine Passwörter und keine Fotos von dir oder anderen ein.
Fragen oder ein Thema, das euch im Betrieb unter den Nägeln brennt? Sprecht mich einfach an.


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